Zuhause Arbeiten mit Kindern!
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"Ich will möglichst bald wieder arbeiten - am liebsten von zu Hause." Diesen
Satz hört man oft von frischgebackenen oder werdenden Müttern. |
Aber auch die Arbeit von
zu Hause will geplant sein, besonders mit kleinen und sehr kleinen Kindern. Wenn möglich
sollte man schon in der Schwangerschaft beginnen, die entsprechenden Möglichkeiten zu
prüfen und die Weichen zu stellen, denn der Wiedereinstieg muss gut geplant sein - egal
ob nach drei Monaten oder nach drei Jahren.
Familie und
Beruf unter einen Hut zu bringen, ist immer ein Balanceakt - je kleiner die Kinder sind,
desto schmaler ist meistens der Grat, auf dem man wandert. Heimarbeit kann eine gute
Möglichkeit sein, die Belastungen gering zu halten, schon allein weil zeitaufwändige
Arbeitswege wegfallen. Aber auch das will gut organisiert sein.
Es gibt ausgesprochen friedliche, ruhige Neugeborene, die viel schlafen und sich, wenn sie
wach sind, damit begnügen, ihre Babyschule zu betrachten. Wer das Glück hat, so ein Baby
zu haben, hat vielleicht tatsächlich genug Zeit, von zu Hause zu arbeiten und trotzdem
Haushalt und Kind (mit dem Partner zusammen) zu versorgen. Was aber, wenn das Kind unter
Drei-Monats-Koliken leidet, wenig schläft, extrem viel Aufmerksamkeit fordert und
unleidlich wird wenn keiner mit ihm spielt? Dann kann den Eltern die Doppelbelastung
schnell über den Kopf wachsen. Nicht umsonst klagen Mütter von Neugeborenen, auch wenn
sie nicht erwerbstätig sind, oft über extremen Stress.
Wer mit kleinen und sehr kleinen Kindern erwerbstätig sein möchte, egal ob von zu Hause
aus oder nicht, braucht Hilfe bei der Kinderbetreuung. In welchem Maße und in welcher
Weise hängt sehr stark vom Charakter von Eltern und Kind ab. Aber ohne Hilfe kommt kaum
jemand aus. Auch das friedlichste Baby lernt irgendwann zu krabbeln und zu laufen und
lässt sich nicht mehr in einem ungefährlichen Bereich halten. Gut, wenn man dann
rechtzeitig eine Krippe, eine Tagesmutter oder ein Au-Pair-Mädchen gefunden hat und sein
Kind in guten Händen weiß, während man sich selbst voll auf seine Arbeit konzentriert.
Wenn eine Kinderfrau, ein Au-Pair-Mädchen und auch die Tagesmutter das Kind in der
Wohnung oder im Haus der Eltern betreuen, muss man sehr genaue Absprachen treffen, damit
die Arbeit vom privaten Bereich getrennt ist. Was früher für Papas Büro galt, sollte
für Mamas Heimarbeitsplatz genauso selbstverständlich sein.
- Wenn die Tür zu ist, kommt keiner rein - es sei denn das Haus brennt ab.
- Die Verantwortung für das Kind / die Kinder hat die Betreuungsperson - nicht die Mutter.
- Im Arbeitszimmer wird nicht gespielt.
- Wer sich auf seine Arbeit konzentrieren muss, hat das Recht, alle anderen in den am weitesten von sich entfernten
Bereich des Hauses zu verbannen, um den Lärm nicht so zu hören.
- Kein Kind geht ohne ausdrückliche Erlaubnis an das Geschäftstelefon.
Trotzdem kann es sehr schwer werden, sich zu disziplinieren, wenn lautes Kinderlachen oder
herzzerreißendes Weinen durch verschlossene Türen dringt. Andererseits ist es natürlich
ein gutes Gefühl zu wissen, dass man im Zweifel da ist, wenn es wirklich wichtig ist.
Viele Firmen unterstützen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darin, Familie und Karriere zu
vereinbaren. Wenn es solche Möglichkeiten gibt, sollte man sie annehmen. Fragen sie
danach.
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